10 Körperhaltung / der Tenor-Knigge
Dass die Kleidung sauber und komplett ist, versteht sich von selbst.
Als Tenordrummer rumzuhängen wie ein Schluck Wasser in der Kurve, das geht mal gar nicht.(Eigentlich gilt das für alle Mitglieder in der Pipeband)
Was Papa immer sagte, gilt noch heute: "Steh aufrecht hin, Rücken gerade, Kopf hoch, Brust raus, Bauch rein".
Und so gehts:
Beim Spiel stehen die Beine hüftbreit auseinander, so dass man einen guten Halt hat.
Der Kopf sitzt gerade auf dem Hals und nicht etwa schräg auf dem Nachbarn.
Die volle Aufmerksamtkeit gehört dem Pipemajor
Lächelt, das tut nicht weh und sieht tausend mal schöner aus, als eine verbissene Miene
Manche Tenordrummer "tanzen" zu ihrem Spiel, gehen mit der Musik mit, lassen sich von ihr treiben. Das empfinde ich persönlich als sehr angenehm.
Fluchen, schimpfen und wütend mit den Füßen auf den Boden stampfen ist megaout - auch und erst recht wenn Ihr einen Fehler gemacht habt. Lacht stattdessen in die Zuschauermenge, die den Fehler wahrscheinlich gar nicht bemerkt hat. Außerdem sind 99 Prozent der Zuschauer davon überzeugt, der Ausrutscher gehöre zur Show.
Riesenkreolen als Ohrringe sind zwar schick, doch haben bei einem Auftritt nichts verloren. Gegen ein paar schlichte Stecker oder nicht zu aufdringliches Hängerchen ist natürlich nichts einzuwenden.
Supermegaout: Nach dem Auftritt hängen Mitglieder von Pipebands, sofern sie ihren Band-Kilt tragen, nicht betrunken im Festzelt herum. Das schadet ganz klar dem Ruf der Gesamtband ("Hey, haste gehört, die XYZ-Pipers, voll krass, die haben gestern unterm Tisch geschlafen...").
Wer es nötig hat sich die Kanne zu geben, sollte dies wenigstens in "ziviler Kleidung" tun.