03 - Geschichte der Tenordrum
Die Historie der Trommeln reichen locker bis ins Mittelalter, damals wurden sie als "tympana" bezeichnet. Halbwegs bekannt war die Tabor (altfranzösisch), eine kleine Trommel, ähnlich der Tenordrum. Generell trugen die "Taborer" die archaische runde Tenortrommel mit einem Band in Höhe des Ellbogens um den linken Arm. Gleichzeitig spielten sie auf einer dreilöchrigen Einhandflöte eine Melodie mit der linken Hand. Die rechte Hand schlug mit einem Stick die Trommel und brachte so Beat und Rhythmus. Diese Technik wurde später vom Militär übernommen, doch schließlich war den Soldaten der Klang nicht laut genug.
Trommeln wurden immer wieder von Kreuzzügen mitgebracht. Doch um 1300 nach Christus fielen die Sarazenen in Europa ein und hinterließen kulturellen Einfluss in der Bevölkerung. Da es früher wie heute immer wieder zu Kriegen kam, gab es entsprechend Streitmächte und gerade das Militär war offen für die Trommelrhythmen, da sie die Soldaten anfeuerten. Publik wurde das Set "Türkische Trommeln" mit Kesseltrommeln, Triangeln, kleinen Schellen, Basstrommeln, Zimbeln, Tamburinen und Glockenspielen. Schnell verbreiteten sie sich über ganz Europa und wurden alsdann von Männern wie Ludwig van Beethoven und Joseph Haydn als "Exotische Effekte" in den Orchestern eingesetzt.
Die Sidedrum hatte sehr hohes Ansehen und wurde von den Infanterieregimenten benutzt, um den Takt zum Marschieren der Soldaten anzugeben. Die Trommeln galten als Trophäen in Kriegszeiten und befanden sich deshalb zusammen mit den Fahnen im Zentrum der Verteidigung. So lange die Trommeln spielten kämpften die Soldaten.
Mit den schweizerischen Truppen setzten sich Gruppen mit "Trommeln und Pfeifen" in Europa durch. Bald schon spielten sie zusammen mit den Sidedrums in den Regimenten. Es wurde zu einer Modeerscheinung eine solche Band zu haben. Nur die britische Armee brauchte etwas länger dafür.
Die Sidedrum entwickelte sich von der Tabor zu dem was wir heute kennen. Die Tenordrum hingegen entwickelte sich im 18. Jahrhundert aus den Kesseltrommeln und ihre Funktion war anfangs nahezu identisch.
Mitte des 19. Jahrhunderts gehörten Dudelsackspieler und Trommler zu jedem britischen Regiment. Diese wurden unter anderem nach Südafrika stationiert. Bald rekrutierten die Truppen dort eingeborene afrikanische Trommler, die beim Marschieren Takt geben sollten. Dies verknüpfte das Tenortrommeln wie wir es heute kennen mit dem Dudelsackspiel. Die mit einem Seil gespannten Trommelfelle wurden mit an Bändeln und Troddeln hängenden Sticks bespielt. Mit den Sticks munter darauf losgewirbelt. Doch Ärger gab's.
Als Queen Victoria davon Wind bekam, verhängte sie einen sofortigen Stopp, da die empörte Lady keine Verbindung zwischen ihren Briten und Eingeborenen wünschte. Sapperlott. Daher ist das einzige Band was Pipebands mit dieser Epoche noch verbindet das gelegentliche Tragen von Leopardenfellen - und das Flourishing, das die Queen glücklicher Weise nicht mehr vertrieben bekam.
