01 - Steckbrief Schottland
Schottland hat eine Fläche von 241 752 km² und ist damit etwa dreieinhalb Mal so groß wie Bayern.
Die ersten Menschen lebten im Gebiet des heutigen Schottland bereits vor mehr als 7 000 Jahren. Sie jagten mit Steinwerkzeugen, bauten Boote, gingen auf Fischfang. Ab dem 2. Jahrtausend v. Chr. bestellten die Menschen das Land, hielten Schafe und Kühe. Um 1800 v. Chr. wanderte eine Gruppe ein, die man später das "Bechervolk" nannte, weil sie ihre Toten zusammen mit kleinen Bechern aus Ton begruben. Die ersten keltischen Stämme kamen ungefähr 600 v. Chr. ins Land und lebten dort zur gleichen Zeit mit dem Volk der Pikten. Die Pikten bemalten oder tätowierten ihre Körper und meißelten Symbole in große Steine.
Die heutige Bevölkerung Schottlands geht auf den keltischen Stamm der Schotten aus Nordirland zurück, der das Gebiet von Argyllshire im 6. Jahrhundert n. Chr. besiedelte. Der gesamte Süden, besonders die Regionen um Edinburgh und Glasgow sind die am dichtesten besiedelten Gebiete. Im Nordosten befinden sich nur vereinzelt größere Städte wie Aberdeen. Obwohl in den letzten Jahren eine Zuwanderung aus Asien stattgefunden hat, ist doch der Großteil der Bewohner schottischer Abstammung.
Englisch ist die Amtssprache in Schottland, wobei die verschiedenen schottischen Akzente eigenwillige Sprachfärbungen beinhalten. Die Schotten gebrauchen außerdem viele Wörter aus dem Gälischen. Gälisch selbst wird vorwiegend im Westen gesprochen.
Die keltische Vorliebe für Brummtöne ist nahezu in der gesamten schottischen Musik wieder zu finden, besonders aber im Nationalinstrument, dem Dudelsack. Die Dudelsackmusik der Highlands umfasst Militärstücke, Tanzmelodien und ausgedehnte Kompositionen (pibroch). Durch ihre Konstruktion halten Dudelsäcke die Brummtöne, und gleichzeitig wird auf der "Chanter" eine Melodie gespielt. Zu jeder guten Dudelsackband gehört ein Drumcorps in dem die Bassdrum, Sidedrums und natürlich Tenordrums gespielt werden.