7. Der Fräulinsberg
Zwischen den kurzen Seitentälern der Bech und Teufelsküche, die östlich von
Schenkenzell sich zur Kinzig öffnen, liegt eine einsame Hochfläche, Fräulinsberg
genannt. Weit schweift von dieser herrlichen Höhe der Blick über die Berge des
oberen Kinzigtales, das man von hier aus zu einem großen Teil überschauen kann.
Einst soll dieses ganze Gebiet auf dem Bergbrücken einem frommen Edelfräulein
gehört haben, das einsam in der Welt stand. Sein Herz hing nicht an irdischen
Gütern. Eines Tages teilte es seinen stattlichen Besitz unter die
Taglöhnerfamilien, welche bisher seine einzige Familie waren, und trat als
fromme Nonne in das nahe gelegene Waldkloster Wittichen ein. Aus Dankbarkeit
aber gaben die Erben diesem stattlichen Edelsitze, den sie in vier große Höfe
aufteilten und getrennt bewirtschafteten, den Namen Fräulinsberg.